Ich gebe es offen und ehrlich zu: Ich liebe Zimt. Und Knäckebrot. Also habe ich diese beiden Dinge einfach einmal kombiniert und was herauskam, hat mich durchaus zufrieden gestimmt. Wer sich jetzt die Frage stellt, ob es wirklich notwendig ist, Knäckebrot selbst herzustellen, dem möchte ich lediglich ein simples „Ja.“ entgegnen. Denn dieses Rezept ist für mich einer der besten Beweise, dass sich Handwerk im Geschmack bezahlt macht. Außerdem ist das Brot in nur wenigen Handgriffen zubereitet und kann individuell an deine Ernährungsgewohnheiten (Stichwort: Glutenunverträglichkeit, anti-entzündliche Ernährung) angepasst werden.

Zimt Knäckebrot

ZIMT-KNÄCKEBROT

Franziska Ettmeier
Wenig Aufwand. Großer Genuss.
Flexibel einsetzbar zu jeder Tageszeit.
Vorbereitungszeit 10 Min.
Zubereitungszeit 25 Min.
Gericht Abendessen, Brot, Frühstück, Kleinigkeit, Mittagessen, Nachspeise, Süßes
Land & Region Schwedisch
Portionen 5 Bleche

Equipment

  • Mixer

Zutaten
  

  • 240 g Haferflocken
  • 100 g Sonnenblumenkerne
  • 240 g Mehl (ohne Probleme kann auch mit glutenfreiem Mehl, wie z. B. Buchweizen gearbeitet werden)
  • 140 g Leinsamen
  • 100 g Sesam
  • 2-3 EL Zimt je nach Belieben
  • 10-15 g Salz
  • 1 Vanilleschote
  • 800 ml Wasser
  • optional: Agavendicksaft oder Honig zum Süßen
  • optional: Chiasamen, Sesam, Sonnenblumenkerne zum Bestreuen

Anleitungen
 

  • Das Backrohr auf 170° Ober-/Unterhitze vorheizen.
  •  Haferflocken und Sonnenblumenkerne in einem Mixer grob zerkleinern und gemeinsam mit den restlichen trockenen Zutaten vermengen.
  • Das Wasser sowie Süßungsmittel nach und nach während des Mixens hinzugeben bis eine homogene Masse entsteht.
    Anmerkung: Wer keinen Mixer zu Hand hat, kann alle Zutaten auch einfach mit einem Gummihund oder Teigspachtel vermengen. Dann ist das Ganze zwar etwas gröber, aber funktionieren tut es genauso einwandfrei.
  • Die Rückseite eines Backblechs mit Backpapier auslegen. Darauf die Teigmasse (Menge reicht für ca. 5 Bleche) dünn und glatt verstreichen. Nach Belieben mit Chiasamen, Sonnenblumenkernen und/oder Sesam bestreuen.
  • Das Brot für ca. 25 Minuten backen, auskühlen lassen und in mundgerechte Stücke brechen.

Notizen

TIPPS FÜR DIE OPTIMALE LAGERUNG & DEIN GESUNDES „MEP(Mise-en-place)[1]:
 
  • Das fertig gebackene und ausgekühlte Brot bleibt besonders frisch und knusprig in einer verschlossenen Metall-/Keksdose.
 
  • Wer das Brot am liebsten direkt verzehrt oder ein Freund von gesundem MEP ist, der kann sich für das nächste Mal Backen etwas Zeit sparen: Nach Schritt 2 die halbe Menge der Trockenzutaten in eine Vorratsdose füllen und beim nächsten Gusto nach Zimt-Knäckebrot lediglich das Wasser hinzugeben – deine persönliche Knäckebrot-Fertigmischung sozusagen.

AUFSTRICH-INSPIRATION:
Natürlich kannst du das Knäckebrot einfach auch ohne Aufstrich genießen zum Beispiel als nicht ganz so süße Begleitung zum Kaffee (herrlich zu (Pflanzen-)Milchschaum) oder als Snack zwischendurch.
Für all jene, die ein Topping bevorzugen, habe ich eine kleine Aufstrich-Inspiration zusammengestellt.
  • Nussmus (klicke für ein Rezept)
  • Ziegenfrischkäse
  • (Schafs-)Topfen mit Marmelade
Vor allem. dunkle, etwas saure Beeren wie Heidelbeere, Brombeere oder Ribisel eignen sich hierfür wunderbar, aber auch – um saisonal zu bleiben- Granatapfelkerne. Naht der Sommer sind frische Feigen eine grandiose Begleitung, im Herbst punkten frische Trauben.
  • Skyr mit frischem Obst
 

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Nachbacken und hoffe sehr, dass ihr genauso viel Freude mit diesem Rezept habt wie ich. Ich freue mich über Euer Feedback, Eure Anregungen und vor allem Eure Meinung.
Lasst mich gerne daran teilhaben, sollte es das Brot auf euren Speiseplan geschafft haben und:
 
Zelebriert jeden einzelnen und bewussten Genuss, denn das Leben ist kostbar.
 
In diesem Sinne, bis zum nächsten Mal. 
Eure Franziska
 

[1] Mise en Place bezeichnet die Organisation und Vorbereitung vor dem eigentlichen Kochen und ist ein gängiger Ausdruck in der Gastronomie. Hat man dieses Prinzip einmal verinnerlicht, erleichtert es einem auch ungemein seine Alltagsküche.
Fotocredit: Cornelia Kahr
 
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